Nach internationalem Wachstum und mehreren Unternehmenszukäufen stand ein B2B-Versicherungsmakler vor der Herausforderung, seine IT neu auszurichten. Die Buy-&-Build-Strategie der Gruppe hatte die Ansprüche grundlegend verändert: Die IT musste nicht nur mitwachsen, sondern künftige Integration, Steuerung und Transformation aktiv unterstützen. Bestehende und künftige IT-Einheiten, Anwendungen, Infrastruktur und IT-Sicherheit sollten dafür in eine gemeinsame strategische Richtung gebracht werden. Aber wie lässt sich IT so ausrichten, dass sie Wachstum ermöglicht und zugleich als gruppenweites Transformationsprogramm steuerbar bleibt?
für die gruppenweite strategische Ausrichtung von Anwendungen, Infrastruktur und IT-Sicherheit
für klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege in der IT
für priorisierte Handlungsfelder vom Strategie-Rollout bis zur Cloud Readiness
* Aus Respekt vor der Vertraulichkeit unserer Kunden veröffentlichen wir keine projektspezifischen Kennzahlen. Die genannten Ergebnisse beschreiben die qualitative Wirkung der Zusammenarbeit.
Internationale Zukäufe machten IT zur Integrationsaufgabe
Durch Wachstum und Akquisitionen im europäischen Ausland veränderten sich die Anforderungen an die IT der Unternehmensgruppe. Bestehende Strukturen, neue Einheiten und künftige IT-Hubs mussten stärker gruppenweit aufeinander abgestimmt werden.
Dafür war es notwendig, die IT als Ganzes strategisch neu auszurichten – über Organisation, Applikationslandschaft, Infrastruktur, Sicherheit und Querschnittsaufgaben hinweg. Zunächst brauchte es einen gemeinsamen Orientierungsrahmen: Welche Rolle soll IT künftig für das Geschäftsmodell und weiteres Wachstum spielen? Wie sollen Rollen, Verantwortlichkeiten und Zusammenarbeit organisiert werden? Und welche Transformationsfelder haben Priorität, damit aus der Strategie ein steuerbares Programm wird?
Von der IT-Strategie zum steuerbaren Transformationsprogramm
4C entwickelte gemeinsam mit dem Kunden eine übergeordnete IT-Strategie. Dafür wurden strategische Einflussfaktoren, Geschäftsmodell, Serviceportfolio sowie technologische Trends und Risiken eingeordnet. Daraus entstanden ein IT-Zielbild und ein gemeinsames Verständnis davon, welchen Beitrag die IT künftig zum Wachstum der Gruppe leisten soll.
Die Strategie wurde in Teilstrategien für Anwendungen, Infrastruktur und IT-Sicherheit übersetzt. Ergänzend entwickelte 4C ein zukünftiges IT-Operating-Model, das Aufbau- und Ablauforganisation, Rollen und Verantwortlichkeiten der IT strukturierte.
Damit aus der Strategie ein steuerbares Programm werden konnte, erarbeitete 4C eine priorisierte Transformationsroadmap und einen Kommunikationsplan für Rollout und Mobilisierung. Die Roadmap bündelte zentrale Handlungsfelder – vom IT-Betriebsmodell und Strategie-Rollout über die Nachfolge eines monolithischen Bestandssystems bis hin zu Infrastrukturzentralisierung, IT-Sicherheit und Cloud Readiness.
Für uns war entscheidend, die IT nicht nur technologisch zu betrachten, sondern eine gemeinsame Richtung für Organisation, Anwendungen, Infrastruktur und Sicherheit zu schaffen. Durch die Roadmap haben wir gesehen, welche Themen zusammenhängen und wo wir zuerst ansetzen sollten.
Zielbild und Roadmap machten die IT-Transformation steuerbar
Aus der Strategiearbeit entstand eine gemeinsame Grundlage für die weitere Entwicklung der gruppenweiten IT. Zielbild, Operating Model und Roadmap zeigten, wie strategische Anforderungen, organisatorische Fragen und technologische Handlungsfelder zusammenhängen.
So wurde deutlich, welche Themen zuerst angegangen werden sollten und welche Abhängigkeiten dabei zu berücksichtigen sind. Die priorisierten Handlungsfelder verbanden kurzfristige Grundlagenarbeit mit längerfristigen Entwicklungsthemen – von Organisation und Applikationslandschaft über Infrastruktur und IT-Sicherheit bis hin zu Cloud Readiness.
"Das Spannende war, dass die IT hier nicht einfach nur auf Wachstum reagieren sollte. Sie sollte selbst dazu beitragen, dass weiteres Wachstum überhaupt gut integrierbar bleibt. Das hatte der Kunde sehr klar erkannt: Eine Buy-&-Build-Strategie funktioniert auf Dauer nur, wenn auch die IT anschlussfähig bleibt."
