Arbeitskreis Konzernrechnungswesen 2018

6. AKKoRe

"Vom Standard zur Umsetzung"

Der Arbeitskreis Konzernrechnungswesen hat sich inzwischen fest etabliert. Er richtet sich an die Leiter der Konzernrechnungslegung. Am 21. Juni 2018 fand dieser zum sechsten Mal am Flughafen Frankfurt a.M. im THE SQUAIRE statt.

Themen im Jahr 2018 waren:
_Management Reporting
_Intergrated Reporting
_IFRS 16
_SAP S/4 HANA

Die Teilnehmer haben im Vorfeld Ihr präferiertes Thema ausgewählt und haben dann gemeinsam in der Gruppe intensiv gearbeitet. Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit wurden die Auswirkungen von neuen Standards auf Prozesse und Strukturen identifiziert, die notwendigen Maßnahmen vertikal bis zur Einzelgesellschaft abgeleitet und die typischen Stolpersteine solcher Projekte aufgedeckt.

Fokusthemen:
1. Management Reporting
Die Integration von Konzernrechnungswesen und internem Konzernreporting (Konzernsteuerung)
ist in vielen Organisationen weiterhin ein wichtiges Thema. Diese wird typischerweise getrieben durch die Faktoren Effizienz, Geschwindigkeit, Qualität sowie von der Vision einer nahtlosen externen und internen Sicht auf den Konzern. Es ergeben sich erhebliche Auswirkungen in den Einzelgesellschaften und insbesondere auch im Konzernrechnungswesen auf Strukturen (z.B. Dimensionen der Ergebnisrechnung, Group chart of accounts, Matrixkonsolidierung, durchgestochene Ergebnisrechnung), Prozesse(z.B. massive Integration von „statistischen“ Informationen in das Berichtspackage,
Integration von Planungsprozessen) und Systeme (z.B. Verschmelzung von vornmals getrennten Systemwelten).
Folgende Kernfragen wollen wir im Workshop gemeinsam diskutieren:
Welche Anforderungen hat die Unternehmenssteuerung an das Konzernrechnungswesen in Ihrer Organisation?
Wie wirken sich die Anforderungen aus dem Management Reporting auf das Konzernrechnungswesen aus?
Welche Lösungsansätze für die Implementierung gibt es (technisch, prozessual und organisatorisch)?

2. Integrated Reporting
Immer lauter wird der Ruf der Stakeholder nach einem Wandel in der externen Unternehmensberichterstattung.
Herkömmliche Berichte seien zu intransparent und zu wenig prägnant, um über die wahre Situation eines Unternehmens adäquat Auskunft zu geben. Diese Lücke möchte das Integrated Reporting schließen und postuliert einen Ansatz, der die bestehenden „nackten Zahlen“ mit wesentlichen und bisher nur unzureichend erfassten immateriellen, ökologischen sowie gesellschaftlichen Größen in einen Zusammenhang bringt und auf diese Weise über alle relevanten Aspekte der Wertschöfpung informiert.
Doch welche Informationen sind tatsächlich relevant, wie lassen sich diese erheben und wie umfangreich ist der
Umstellungs- und Erstellungsaufwand? Welche Vorteile bringt Integrated Reporting mit sich und sollte man sich trotz
fehlender regulatorischer Verpflichtung damit beschäftigen?

3. IFRS 16
Die Anwendung des neuen Standards zieht weitreichende organisatorische, prozessuale und technische Auswirkungen nach
sich. Die Herausforderungen liegen dabei z.B. in den Auswirkungen auf die Kostenrechnung, der Anlagenbuchhaltung, der
dezentralen Verteilung von Verträgen in unterschiedlichen Sprach- und Rechtsräumen, heterogenen ERP Landschaften, der
Abstimmung zu bestehenden Wertflüssen nach local GAAP, der Umsetzung des Portfolioansatzes, sowie der kontinuierlichen
Erfassung aller Änderungen. Zudem sind viele Fragen der Bilanzierung in der Fachwelt noch in der Diskussion während die
Bilanzersteller belastbare Antworten erwarten.
Aktuell laufen in allen betroffenen Konzernen Projekte zur Umsetzung von IFRS 16. Somit bietet sich im Juni die Gelegenheit zum Austausch über Lösungen und offene Fragen aus diesen laufenden Projekten.

4. SAP S/4 HANA
Für viele Unternehmen ergibt sich mit der Einführung von SAP S/4 HANA die Chance, Prozesse im Finanz- und
Rechnungswesen zu optimieren. Doch was bringt die Einführung tatsächlich für Chancen? Was bedeutet „Internes und externes Rechnungswesen wachsen zusammen“ operativ? Welche Änderungen ergeben sich in der FiBu, die auf den Konzernabschluss eine Auswirkung haben? Oder ist S/4 eine rein technische Umstellung von der Datenspeicherung in mehreren Tabellen hinzu der Datenspeicherung in einer einzigen Tabelle?
Bevor diese Fragen individuell beantwortet werden können, ist es für alle Beteiligten notwendig, den Überblick über S/4 HANA zu haben. Für eine Entscheidung hin zu S/4 ist es notwendig, die CPM Komponente, d.h. z.B. den Unterschied zwischen BPC embedded, BPC stand alone, BW on HANA etc. zu kennen.


Das Kompetenznetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, Best-Practice-Ansätze bei neuen und bekannten Herausforderungen des Konzernrechnungswesens vorauszudenken. Mit unserem Arbeitskreis haben wir zudem eine Plattform ins Leben gerufen, auf der sich die Experten im Konzernrechnungswesen auf hohem fachlichen Niveau austauschen können und die Herausforderungen sowie Lösungsansätze in ihren jeweiligen Unternehmen diskutieren. Die Mitglieder sind Verantwortliche und Experten im Konzernrechnungswesen, überwiegend in Großkonzernen. In der Regel besteht die Gruppe aus ca. 30 Teilnehmern mit steigender Tendenz, die sich auf Fachgruppen aufteilen und offen und intensiv die gewählten Themen bearbeiten. In kleinen Gruppen Gleichgesinnter werden dabei Anforderungen vertraulich diskutiert, Lösungsoptionen erarbeitet, Risiken identifiziert und mögliche Umsetzungsfahrpläne entwickelt. Die Workshops werden von unseren erfahrenen Experten moderiert und dokumentiert.

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